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Vision  

Das Kinderrechteprogramm orientiert sich an der Vision einer inklusiven und für Kinderrechte sensiblen und aufmerksamen Gesellschaft, in der Kinder selbstverständlich in Hinblick auf alle Themen, welche sie betreffen ein gleichwertiges Mitbestimmungsrecht haben, da ihre Kompetenzen allgemein anerkannt und gewürdigt und ihre Rechte respektiert werden. 

 

Wirkungsziele und Indikatoren 

Das Kinderrechte-Programm unterstützt Schulleitungen und Pädagog*innen dabei, den Lernort Schule so zu gestalten, dass er dieser Vision möglichst stark entspricht, indem die Kinderrechte die gesamte Schulkultur prägen.  

Dazu verfolgt das Programme konkrete Wirkungsziele und Indikatoren, die als Orientierung auf dem Weg zur Kinderrechteschule dienen. Dazu gehören: 

 

Ziele für am Lernort Schule wirkende Erwachsene 

  • Schulleitung, Pädagog*innen und Lernbegleiter*innen kennen und akzeptieren die Kinderrechte
  • Sie betrachten die Kinderrechte als Orientierungspunkt des zukünftigen Schulentwicklungsprozesses
  • Sie sehen und behandeln die Kinder als Subjekte des Schulgeschehens 
  • Leitungs-, Lehr- und pädagogische Fachkräfte reflektieren ihr eigenes pädagogisches Handeln vor dem Hintergrund der UN-KRK regelmäßig (Teamtreffen, Fortbildungen, Selbstevaluation)

 

Ziele für Strukturen und Formate am Lernort Schule 

  • Es existieren an der Schule Beteiligungsformate (z.B. Schüler*innenparlament, Klassenrat) für Schülerinnen und Schüler  
  • Es liegt ein Konzept für ein Beschwerde-Management und eine systematische Feedback-Kultur (Schüler/innen → Erwachsene) vor
  • Kinderrechte sind inhaltlicher Bestandteil des Curriculums 
  • Alle Schüler/innen-relevante Entscheidungen im Schulkontext werden auf der Basis von Kinderrechten getätigt 
  • Kinderrechte werden nicht nur gelehrt, sondern gelebt 
  • Die gesamte schulische Beziehungskultur richtet sich an Kinderrechten aus 
  • Die Schule steht im Austausch und befördert Projekte und Initiativen zum Thema Kinderrechte mit der Gemeinde sowie mit Eltern 

 

Ziele für Schüler*innen 

  • Schüler*innen kennen die Kinderrechte
  • Sie können Verstöße gegen die Rechte erkennen und artikulieren
  • Sie werden im Schulalltag systematisch in Hinblick auf alle für sie relevanten Themen beteiligt
  • Sie setzen sich im Rahmen von Projekten solidarisch für die Rechte anderer ein

 

Eine umgreifender Schulentwicklungsprozess ist für die Stärkung der Kinderrechte wichtig. 

„Denn die Umsetzung der Kinderrechtskonvention hängt auch davon ab, wie weit ihre Ideen und Forderungen im System verankert sind. 

Da kann es nicht ausreichen, dass ein gutes Schulklima herrscht, sondern es bedarf einer systematischen Anbindung des Themas und der Sache an ein Gesamtkonzept der Schule. 

Sonst ist die Berücksichtigung der Kinderrechte der Beliebigkeit ausgeliefert (…).“ 

  

Erika Risse: „Kinderrechte und Schulentwicklung“ in: Lothar Krappmann, Christian Petry (Hrsg.) Worauf Kinder und Jugendliche ein Recht haben; Debus Verlag 2016.